Heute sind wir im "Land zwischen den 2 Meeren" unterwegs, auch Salento oder Terra d'Otranto genannt. Das ist eine Region der Provinz Lecce..... mit Hauptstadt Lecce .....
Wichtigste Städte: Lecce, Otranto und Gallipoli ..... Gallipoli hatten wir schon....
Zuerst geht es nach Otranto, einer Küstenstadt an der Adria. Es soll ein teures Pflaster sein, da sich die Leccer Schickeria sich hier gerne trifft.
Es gibt schon eine Menge zu sehen, wobei Vieles nicht zu sehen ist, weil es renoviert wird.....
Im Angebot sind: ein Habsburger- Castello, eine breite, teils doppelte Stadtmauer, Stadttore, Wehrtürme, Kirchen, Kapellen, Kathedralen, ein autofreier historischer Altstadtkern mit engen Gassen.
Letzteres ist eine Seltenheit. Selbst durch die engsten Gassen zwängen sich hier die Autos...
Die Kathedrale Santa Maria Annunziata hat geöffnet und präsentiert ihr wunderbares Fußbodenmosaik, das Bruder Pantaleonis aus dem Basilianerkloster in den Jahren 1163- 1165 gelegt hat.
Die Kathedrale selbst wurde 1088 fertiggestellt, stammt also noch aus der Normannenzeit.
In der Krypta entdeckt man einen regelrechten Säulenwald.
In einer angebauten Kapelle lagern hinter Glas die Gebeine von 800 tapferen Christen, die 1480 ihr Haupt durch das Schwert verloren, weil sie nach einem Türkenüberfall ihrem Glauben nicht abschwören wollten.
Manch einer findet, dass sich die Stadt sich ein wenig zu sehr herausgeputzt hat, was ihr den Charme des Ursprünglichen genommen hat...dafür gibt's aber jede Menge Boutiquen, Cafés und hochpreisige Lokale..... Noch ist Vorsaison, da ist nicht viel offen, und was vielleicht offen haben könnte, nutzt die lange Siesta, die schon mal von 12- 17 Uhr dauern kann.....
Auf dem Weg nach Lecce hat die Natur bizarre Küstenabschnitte geformt. Es weht ein starker Wind, der einen fast aus dem Gleichgewicht bringen kann.
Die albanisch- griechische Küste ist von hier aus nur 80 km entfernt, was in Krisenzeiten auch Flüchtlingsströme bedeutet.
Lecces Altstadt empfangt den Besucher mit einem Triumphbogen, auf dem das Wappen der Habsburger prangt.
Gegenüber lässt sich ein ägyptischer Obelisk von italienischer Sonne anstrahlen.
Lecce ist die wohlhabendste Stadt Apuliens, gilt als Florenz des Südens mit regionaler Ausprägung des Barock, einem römischen Amphitheater - was heute mitten in der Stadt liegt- und einem beeindruckenden Domplatz, der Plaza Duomo. Er gilt als eine der gelungensten Platzanlagen barocker Stadtplanung, ist rundum geschlossen bebaut und hat nur einen schmalen Zugang.
Uns bleiben leider keine 5 Minuten, um diesen Platz richtig wahrzunehmen.....
Also wer`s anders erleben will als ich auf dieser Reise, darf nicht den preiswertesten Anbieter nehmen, der sich vor allem durch endlose Busan- und Abfahrten auszeichnet....
Uns bleiben leider keine 5 Minuten, um diesen Platz richtig wahrzunehmen.....
Also wer`s anders erleben will als ich auf dieser Reise, darf nicht den preiswertesten Anbieter nehmen, der sich vor allem durch endlose Busan- und Abfahrten auszeichnet....
Das Amphitheater konnte etwa 25.000 Zuschauer aufnehmen.
Der in der Region vorkommende Tuffstein kann leicht abgebaut und bearbeitet werden, er wird einfach herausgesägt- bis heute..... So war auch eine besonders individuelle Ausschmückung der Bauten möglich..... eben der Lecceser Barock.
Eine weitere Spezialität der Region ist seit mindestens 300 Jahren das Herstellen von Krippenfiguren aus Pappmaché, heute besonders für die touristischen Sehnsüchte nach Mitbringseln.... Mittlerweile werden aber nicht nur Krippenfiguren, sondern Masken und vieles andere angefertigt. Da gerade Siesta ist, schont der Tourist hier einmal mehr sein Portemonnaie....
Im Castello von Karl V. (in Renovierung) werden ein paar Figuren ausgestellt. Man sieht ihnen nicht an, dass sie aus Pappmache sind.
In der Gegend findet man neben Dolmengräbern -wir haben keine gesichtet- vor allem Weinstöcke, Olivenbäume, Feigen- und Mandelbäume .
Eine ganz kurze Fahrt bringt uns noch nach Galatina. Es liegt 22 km nördlich von Gallipoli, wohin wir ja bereits in langer Busfahrt einmal angereist waren.
Als sehenswert gelten hier in Galatina 2 alte Kirchen im Stadtzentrum.
Die Straßen sind wie üblich eng, was aber jeglichen Autoverkehr kein Hindernis darstellt. Insgesamt ist es nicht nur schwierig in so engen Straßen einen guten Standort zum Fotografieren zu finden, genauso schwierig ist es, ein Foto ohne fahrendes oder parkendes Auto zu machen. Die Enge, Licht und Schatten machen der Kamera zusätzlich das Leben schwer....
Die Franziskanerkirche hat Fresken aus dem 15. Jhdt. zu bieten. Diese bedecken die Wände fast vollständig, sind ziemlich bunt und gefallen mir zum Teil sehr gut. 2 Aufpasser geben acht, dass nicht fotografiert wird, und Postkarten sind weder in der Kirche, noch in einem von mir abgegrasten Bezirk zu bekommen..... merkwürdig..... und schade....
Die Kirche Santi Pietro e Paolo hat eine besondere Barockausschmückung.... heißt es... sie wird innen renoviert, und man sieht fast nichts....
Gegen 19 Uhr erreichen wir San Isidoro und gegen 19.40 verabschiedet sich dort
die Sonne....
































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