Montag, 20. April 2015

Trulliland

Es gibt ja kaum etwas, was hier in der Gegend noch nicht blüht. Mohn, Glycinen, gelbe Margeriten, Lampenputzer, Mandelbäume, Pfirsichbäume, Ginsterbüsche und noch viel mehr.... Einmal stand sogar ein Flieder in Blüte an einem Haus. Lediglich die Mandelbäume stehen noch nicht in voller Pracht. Der Winter sei außergewöhnlich lang gewesen und auch jetzt wird es zwischendurch noch empfindlich kalt.
 Millionen von Olivenbäumen habe ich gefühlt mindestens schon gesehen, aber nicht einen einzigen angefasst....
Wir fahren immer nur vorbei....
Olivenbäume auf schwarzer Erde, auf roter Erde, zwischen Steinmauern, auf Gras. Es gibt sie auch zwischen grünem Gras, blühendem Klatschmohn und gelben Margeriten. Ein Bild zum Malen, für den nächsten Kalender oder zum Träumen.... Beim Letzteren muss es wohl bleiben. Es wird nicht angehalten..... Am letzten Tag sollen wir Gelegenheit bekommen..... o jeh.....
Halb verwackelte Aufnahmen müssen nun herhalten....

Aber nun sind wir im Trulliland.
Hauptstadt des Itria- Tales und Trulli- Königin, das ist das kleine Städtchen Alberobello. Ihm gilt jetzt unser Besuch.
2 der Trulliviertel- Rione Aia Piccola und Rione Monti-, sind seit 1996 Weltkulturerbe.





Die Bedeutung der Zeichen auf den Dächern ist noch nicht 100%ig geklärt.


Ende des 16. Jh. entstanden erste steinerne Iglus, im 18.- 19. Jhd. über 1000 zipfelmützige Häuschen. Die Steine sind ohne Mörtel aufeinander geschichtet. Die Kunst, dies zu beherrschen ist fast ausgestorben, erlebt jetzt eine Renaissance.



Im Viertel Monti steht die Trulli- Kirche San Antonio mit über 20m hohem Trullo- Dach.
Es ist schick heute, Besitzer eines Trullos zu sein. Sie werden für teures Geld gehandelt.





Mehrere Trullis werden oft zusammengebaut, und schon passt auch die große Familie rein....
Oder es sieht aus, als habe man auf kleine Flachdachhäuser mehrere Trullidächer draufgesetzt, alles dick weiß verputzt und die Kanten gerundet.

 

Im touristisches Alberobello drängeln sich die Besucher nur schubweise. Noch ist keine Hochsaison.


Gegenüber liegt ein viel schöneres teilweise bewohntes Viertel, dort ist nicht alles auf Hochglanz gebracht worden. Beim Gehen durch die Gassen trifft man kaum auf Menschen, dafür aber ein paar Katzen und viel Ursprüngliches.


Nach diesem tollen, wirklich sehenswerten Städtchen geht es in ca 2 1/2 Std zurück ins Hotel.

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